"The Road to Ski Resort Mania" ~Snow Machines & Snow Making Machines~ | Teil 2 | Mit dieser Power kann die Saison endlich beginnen!

Diese Serie bietet vielfältige Einblicke in Japans Skigebiete und liefert detaillierte, begeisternde Kommentare. Der dritte Teil widmet sich Schneemaschinen und Beschneiungsanlagen, die einen frühen Saisonstart ermöglichen und dem Schneemangel entgegenwirken. Im zweiten Teil stellen wir einige faszinierende Aspekte dieser Anlagen vor, beispielsweise Skigebiete, die damit die Saison früher als anderswo beginnen, und beleuchten die Hintergründe

Teil 1 ist hier

Ich möchte zusammen lesen
„Der Weg zur Begeisterung fürs Skifahren“ ~Schneemaschinen & Beschneiungsanlagen~ Die wichtigsten Akteure für den Saisonstart sind jetzt voll im Einsatz! ... Diese Serie bietet Ihnen vielfältige Einblicke in Japans Skigebiete und hilft Ihnen, diese detaillierter und mit mehr Begeisterung kennenzulernen. Im dritten Teil geht es um die Schneemaschinen und Beschneiungsanlagen, die den frühen Saisonstart ermöglichen.
INDEX

Hinter den Kulissen von Snow Town Yeti, der ersten Schneestadt Japans, die jedes Jahr ihre Pforten öffnet

Seit vielen Jahren trägt Snow Town Yeti in der Präfektur Shizuoka den prestigeträchtigen Titel „Japans frühestes Skigebiet“. Seit 1999 hat es diesen Titel ununterbrochen verteidigt. Jedes Jahr wird der Eröffnungstag von verschiedenen Medien begleitet und im Fernsehen übertragen. Viele haben die Nachrichten sicherlich schon gesehen

Das Skigebiet, ehemals bekannt als „Nihon Land HOW Ski Resort“, firmiert nun unter dem Namen „Snow Town Yeti“ und legt besonderen Wert auf eine frühe Saisoneröffnung. Am Fuße des Fuji gelegen, kann es im Winter Temperaturen von bis zu -10 °C erreichen, Schnee fällt dort jedoch selten. Daher ist der Betrieb eines Skigebiets ohne künstliche Beschneiung praktisch unmöglich. Die Beschneiungsanlagen sind die Grundlage für diese frühe Saisoneröffnung.

Insgesamt vier Anlagen erstrecken sich vom Tal bis zur Mitte der Pisten. Etwa zehn Tage vor der Eröffnung laufen sie rund um die Uhr, wobei drei Schichten von Mitarbeitern für die Schneeproduktion sorgen. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung am 30. Oktober auf Hochtouren, die Beschneiungsanlagen sind rund um die Uhr im Einsatz. Das Skigebiet verbraucht täglich etwa 500 bis 600 Tonnen Wasser. Da ein Liter Wasser einem Kilogramm entspricht, entsprechen 500 Tonnen 500.000 Litern. Dies entspricht einer unvorstellbaren Wassermenge.

Beim Beschneiungsprozess einer Piste mit Schneekanonen lässt sich nicht genügend Schnee erzeugen, um die gesamte Piste auf einmal zu bedecken. Daher wird der Schnee in der Reihenfolge seiner Produktion aufgeschüttet. Bei sonnigem Wetter und steigenden Temperaturen schmilzt der ältere Schnee von unten nach oben. Um dies zu verhindern, wird der Schnee abgedeckt, um ihn vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Trotzdem schrumpft der Berg allmählich. Regen, Wind und Taifune stellen ebenfalls natürliche Feinde dar

Das Karuizawa Prince Hotel Ski Resort, das zweite Skigebiet in Japan, das in der Saison 2020/21 eröffnet wurde,

Das Skigebiet Karuizawa Prince Hotel öffnet am Dienstag, den 3. November (Nationalfeiertag) – als frühestes in der Präfektur Nagano und als zweitfrühestes in ganz Japan. Zusammen mit Yeti gilt es als Inbegriff des Saisonstarts. Acht Schneekanonen nehmen am Sonntag, den 10. Oktober, ihren Betrieb auf. Zur Eröffnung sind dann die rund 400 Meter lange Kurinoki-Piste und der Prince Slope befahrbar.

Täglich werden etwa 450 Tonnen Schnee produziert, insgesamt rund 6.000 m³ in den 24 Tagen ab Arbeitsbeginn am 10. Oktober bis zur Eröffnung. Bis dahin laufen die Schneekanonen unabhängig von der Temperatur. Auch nach der Eröffnung wird weiter beschneit, um bis Ende des Jahres alle neun Pisten befahrbar zu machen.

Das Skigebiet Karuizawa Prince Hotel verfügt über acht Schneekanonen und sage und schreibe 195 Ventilatorschneegeräte. Von Oktober bis November wird Schnee mit den Schneekanonen erzeugt, ab Mitte Dezember wird auf Ventilatorschnee umgestellt

Skigebiet Karuizawa Prince Hotel

Was kosten diese fantastischen Schneemaschinen und Schneeerzeugungsanlagen? 

Wie viel kosten diese erstaunlichen Maschinen, die aus dem Nichts eine befahrbare Fläche schaffen und sogar ein Skigebiet ermöglichen können? 

●Schneemaschine mit Ventilator

Schneemaschinen mit Ventilator sind zwar pro Gerät teuer, produzieren aber große Schneemengen und sind energieeffizient. Es gibt sie in zwei Ausführungen: große, elektrisch betriebene und hydraulische. Die elektrische Variante kostet etwa 6 Millionen Yen (Referenzpreis) pro Einheit, während die mobile hydraulische mit 13 Millionen Yen (Referenzpreis) deutlich teurer ist. Sie zeichnen sich zudem durch eine lange Lebensdauer aus; Modelle, die schon Jahrzehnte alt sind, sind noch immer im Einsatz

Schneekanone

Der Stückpreis einer Schneekanone liegt bei etwa 1,5 Millionen Yen (Richtpreis). Sie ist deutlich günstiger als eine Schneekanone mit Ventilator. Sie funktioniert auch bei hohen Temperaturen (-1 bis 3 °C) zuverlässig, benötigt aber viel Luft, was die Betriebskosten erhöht. Aufgrund der geringen Kapazität der einzelnen Geräte ist zudem die Installation mehrerer Einheiten erforderlich

Konventioneller Waffentyp



Neuere Modelle, sogenannte „Stick-Type“- und „Low-Air-Type“-Modelle, haben jedoch Energieeinsparungen erzielt, und die Kostensituation ändert sich mit der Weiterentwicklung der Maschinen

Neue Niederdruck-Schneemaschine: Wasser wird von der Spitze des langen, dünnen Teils versprüht

●Schneemaschine

Die Betriebskosten einer Schneekanone sind deutlich höher als die einer Schneemaschine. Eine 50-Tonnen-Anlage kostet überraschenderweise 90 Millionen Yen (Referenzpreis)

Ohne die Sicherstellung von Wasser kann kein künstlicher Schnee hergestellt werden

Kunstschnee wird aus Wasser hergestellt, und es wird viel Wasser benötigt, um eine große Menge Schnee herzustellen (mehrere hundert Liter pro Minute und Maschine)

Während der Liftfahrt übersieht man vielleicht die künstlichen Teiche und denkt: „Wow, das sieht kalt aus“ oder „Da möchte ich nicht reinfallen“. Doch das Wasser, das sich in diesen Teichen sammelt, dient der Herstellung von Kunstschnee. Da es sich um künstliche Teiche handelt, stammt das Wasser hauptsächlich aus nahegelegenen Bächen und teilweise auch aus Brunnen

Aber warum friert das Wasser in diesem Stausee in kalten Skigebieten nicht zu? Ganz einfach: Die Anlagen sind so konstruiert, dass sie das Einfrieren verhindern. Pumpen sorgen dafür, dass das Wasser im Inneren durchgerührt wird und somit nicht gefriert. Die Sicherung dieses Stausees und des Wassers stellt eine große Herausforderung bei der Einführung neuer Schneekanonen dar. Skigebiete liegen in der Regel auf Berggipfeln. Das bedeutet, dass die nahegelegenen Bäche schmal sind und wenig Wasser führen. Außerdem kann man nicht einfach Wasser aus dem Bach entnehmen. Erst wenn diese technischen und organisatorischen Hürden überwunden sind, kann künstlicher Schnee Realität werden

Das kostet so viel Geld!

Die oben genannten Kosten beziehen sich ausschließlich auf die Maschinen. Auch die Versorgung mit Wasser und Strom ist beim Betrieb von Schneekanonen und Schneekanonen ein wichtiger Faktor. Daher variieren die Kosten je nach Skigebiet und Pistenabschnitt erheblich. Bei der Installation neuer Anlagen müssen hohe Kosten eingeplant werden. Hinzu kommen Wartungskosten

Die Schneeproduktion mit einer Schneemaschine kostet übrigens 7–8 Yen/m³, mit einer Schneekanone hingegen 40 Yen/m³. Das verdeutlicht die hohen Betriebskosten von Schneekanonen. Daher ist es wirtschaftlich, Schneekanonen einzusetzen, wenn Temperatur und Luftfeuchtigkeit für die Schneeproduktion ungeeignet sind, und sie bei günstigen Bedingungen zu nutzen.

Die Betriebskosten für die acht Schneekanonen des Skigebiets Karuizawa Prince Hotel (sieben 50-Tonnen-Maschinen + eine 100-Tonnen-Maschine = insgesamt 450 Tonnen/acht Maschinen) belaufen sich angeblich auf rund 400.000 Yen pro Tag. Eine einfache Rechnung über die 24-tägige Vorbereitungszeit mit acht Schneekanonen ergibt Kosten von 8,8 Millionen Yen. Das
Skigebiet Karuizawa Prince schaltet üblicherweise Mitte Dezember auf Schneekanonen um.

Skigebiete, die stark auf Kunstschnee angewiesen sind

Neben Yeti und dem Karuizawa Prince Ski Resort gibt es in Japan viele weitere Skigebiete, die stark auf Schneekanonen und Beschneiungsanlagen angewiesen sind. Diese Skigebiete befinden sich in der Regel in Gebieten mit kaltem, aber wenig schneereichem Klima

Das Skigebiet Saku Ski Garden „Parada“ liegt in Sakudaira, dem Sitz von Kashiyama Kogyo, und besticht durch seine einzigartige Lage mit direkter Anbindung an die Schnellstraße. Auch hier findet man oft nur Schnee auf den Pisten

Direkt an die Autobahn angebunden, ist "Parada" ein bahnbrechendes Skigebiet, das durch die Kraft der Schneekanonen und Schneekanonenmaschinen entstanden ist

Viele Skigebiete im Gebiet von Yatsugatake, erreichbar über die Chuo-Schnellstraße, gehören zu dieser Kategorie. Auch viele Skigebiete in den Regionen Chukyo und Kansai nutzen künstliche Beschneiung.

Demgegenüber gibt es Skigebiete, die ausschließlich mit Naturschnee arbeiten. Nozawa Onsen in der Präfektur Nagano ist ein Paradebeispiel dafür, ebenso wie Hakuba Cortina und Okushiga Kogen. Selbst schneereiche Skigebiete wie Kagura in der Präfektur Niigata setzen mitunter Schneekanonen ein, um den Betrieb zu stabilisieren.

Zusammenfassung

Schneemaschinen und Schneekanonen sind die stillen Helden im Hintergrund. Sie sorgen für einen frühen Saisonstart, gewährleisten einen reibungslosen Betrieb der Skigebiete und beheben Schneemangel. Der Aufwand an Kosten, Energie und Arbeitskräften für einen frühen Saisonstart ist enorm. Doch dank ihnen ist die lang ersehnte Saison endlich da!
Ab auf die Piste!

Skigebiet Karuizawa Prince Hotel

Interviews und Fotos zur Verfügung gestellt von Kashiyama Kogyo Co., Ltd. , Karuizawa Prince Hotel Ski Resort , Snow Systems Co., Ltd. , Snow Town Yeti (in alphabetischer Reihenfolge)

Aktuell ist er auch als „Showa-Kulturforscher“ tätig und schreibt und redigiert in verschiedenen Bereichen neben dem Skifahren. Er befindet sich an einem Ort, der in der Outdoor-Welt am weitesten in der Halle liegt, und gleichzeitig an einem Ort, der in der Indoor-Welt am weitesten draußen liegt.
https://www.d-mizorogi.com/

*Ebenfalls empfehlenswert: die Reihe „Der Weg zum Ski-Resort-Fanatiker“

Ich möchte zusammen lesen
„Der Weg zur Begeisterung für Skigebiete“ – Schneemobile – Erfahren Sie mehr über „Fahrzeuge, die im Schnee arbeiten“ | Teil 1. Diese Serie bietet Ihnen vielfältige Einblicke in Japans Skigebiete aus einer begeisternden Perspektive. In Teil 1 haben wir uns mit Skigebietsmanagement, Pistenentwicklung und mehr beschäftigt…
Ich möchte zusammen lesen
„Road to Ski Resort Mania“ Band von Cableway | Teil 1 Diese Serie erklärt verschiedene Aspekte der japanischen Skigebiete ausführlicher und für Verrückte. Diesmal: Wer ist Skifahrer oder Snowboarder?
INDEX