Die Unterschiede im Fahrgefühl und Charakter von Skiern lassen sich nicht allein anhand der technischen Daten vollständig erfassen. Genau darin liegt der Reiz und die Freude an der Skiwahl. Deshalb haben wir zwei ähnliche 26-27-Zoll-Modelle ausgewählt, die wir Ihnen genauer vorstellen möchten. Lassen Sie uns ihre individuellen Eigenschaften anhand von Nutzerberichten erkunden. Welches Modell wählen Sie?
4FRNT „HOJI 4-LOCK“ oder BLIZZARD „CANVAS 108“?

Welche unterschiedlichen Fahransätze bieten diese beiden verspielten Freeride-Bikes mit einer Taillenbreite von rund 110 mm?
| Modell | D (Dimension) | R (Radius) |
| HOJI 4-LOCK | D=128-112-120 mm | R = 30 m |
| LEINWAND 108 | D=139-108-127mm | R = 18 m (180 cm) |
„HOJI 4-LOCK“ ist diese Art von Ski

Der 4FRNT „HOJI“, ein Hybridmodell, das Freeride und Touren vereint, ist ein Signature-Modell, benannt nach dem legendären Skifahrer Eric „Hoji“ Hjorlefsson. Als Topmodell der „ERIC HJORLEIFSON COLLECTION“, die aus vier Modellen für unterschiedliche Einsatzbereiche besteht, ist er ein „Traum-Powderski“, der lange Aufstiege meistert und dabei in jeder Schneelage stabile Performance bietet
Die Person, die dieses Modell testete, war Naoki Hara von "VIVOBAREFOOT", der selbst ein großer Fan dieses Modells ist
Das Heck ist sehr steif und beeindruckend, wie gut es selbst in der zweiten Hälfte einer Kurve hält. Es liegt fest unter den Füßen und ermöglicht eine geschmeidige Kontrolle von Tip und Tail. Zusätzlich bietet es eine hohe Torsionssteifigkeit, wodurch Stabilität und Gewichtsverlagerung beim Kanten leicht zu halten sind. Es ist solide steif und torsionsfest unter den Füßen, während die Tip etwas flexibel und das Tail steif ist. Die mittig orientierte Flexbalance empfinde ich als charakteristisches Merkmal.
Der R-Wert ist hoch, aber seine Variabilität ist ein Schlüsselfaktor und vermittelt den Eindruck, dass man es je nach Fahrweise frei von kurz bis lang kontrollieren kann. Bei niedrigen Geschwindigkeiten ist es locker und leicht zu handhaben und lässt sich leicht drehen, während bei hohen Geschwindigkeiten die Steifigkeit im Zentrum zum Tragen kommt, die Linie stabilisiert und in der zweiten Hälfte der Kurve Halt gibt.
Darüber hinaus lässt sich der Ski im Tiefschnee und im Gelände schnell und wendig bewegen. Auf rauen Schneeflächen absorbiert er Stöße mit dem gesamten Board und behält dabei seine Stabilität. Das macht ihn zu einem äußerst anpassungsfähigen und leistungsstarken Ski, dessen Fahrverhalten stark von Schneequalität und -bedingungen abhängt.
Dank des Full-Rockers erzeugt er Auftrieb und folgt der Schneeoberfläche. Beeindruckend ist das Gefühl, dass nicht nur die Nose, sondern das gesamte Board auf dem Schnee aufliegt. Das Heck löst sanft aus.
Das extrem geringe Schwunggewicht verleiht ihm ein agiles Fahrgefühl, das seine Länge vergessen lässt. Sobald man losfährt, ist die Steifigkeit unter den Füßen effektiv, eliminiert Instabilität und sorgt für ein solides, stabiles Fahrgefühl. Besonders beeindruckt hat mich die schnelle Beschleunigung; der Ski beschleunigt ganz natürlich, ohne dass man stark drücken muss. Mir gefällt besonders, wie leicht er selbst auf sanften Hängen Geschwindigkeit aufnimmt.
Ich empfehle ihn allen Backcountry-Skifahrern, die Tiefschnee und wechselnde Gelände- und Schneebedingungen lieben. Auf offenen Hängen lassen sich weite, schnelle Schwünge mühelos ziehen, und im Wald und in anspruchsvollem Gelände ermöglichen das geringe Gewicht und die hohe Wendigkeit ein hohes Maß an Fahrfreiheit. Anstatt mich auf präzises Carven mit starkem Kantengriff auf präparierten Pisten zu konzentrieren, empfand ich es als vorteilhaft, die wahre Leistungsfähigkeit dieses Skis durch einen Fahrstil zu entfalten, der sich an die Schneeverhältnisse anpasst.
[Profil des Testers]
Skitage pro Jahr: ca. 90 Tage
Größe: 180 cm / Gewicht: 70 kg
Fahrstil: Freeride (Pulver, Backcountry)
Selbsteinschätzung des Könnens: Fortgeschritten
Heimatskigebiet: Sapporo Teine
Meine Ausrüstung:
Ski: 4FRNT/HOJI (191 cm)
Bindung: MARKER/KINGPIN 13
Skischuhe: LANGE/XT3
[Bewertung]
Leicht □■□□□ Schwer (5 Stufen)
Weich □□□■□ Hart (5 Stufen)
Stabilität: ★★★★★
Manövrierfähigkeit:★★★★★
Kurvenverhalten: ★★★☆☆
Vielseitigkeit: ★★★☆☆
Auftrieb: ★★★★★
Verspieltheit: ★★★★☆
„CANVAS 108“ ist diese Art von Ski.

Die CANVAS-Serie ist eine neue Ergänzung im BLIZZARD-Sortiment und positioniert sich abseits der traditionellen, hochsteifen Freeride-Boards aus Titanbasis, mit denen BLIZZARD bisher glänzte, in einem neuen Kontext. Sie erschließt eine neue Dimension des spielerischen Freeride. Neben den Modellen mit 100 und 118 mm Mittelbreite bildet das 108er-Modell das Kernstück. Es wurde entwickelt, um Auftrieb im Tiefschnee zu gewährleisten und gleichzeitig spielerisches Fahren im Gelände und Sprünge zu ermöglichen. Es bietet ein geschmeidiges und extrem freies Fahrgefühl und nutzt die Schneeoberfläche wie eine Leinwand. Dieses Board symbolisiert den Wandel hin zu einem Freeride-Board, das den Spielspaß in den Vordergrund stellt und als neuer Eckpfeiler der Marke positioniert ist
Ria Yoshida vom "Paddle Club" bezeichnet das Model als "aufstrebenden Stern"
Trotz seines beachtlichen Gewichts sorgt die Steifigkeit im Mittelteil für Stabilität, während die Flexibilität von Ober- und Heckpartie optimal ausbalanciert ist. Dadurch spürt man die Stabilität des Gewichts und behält gleichzeitig die hohe Manövrierfähigkeit bei, was tiefe Carving-Schwünge selbst bei hohen Geschwindigkeiten ermöglicht und sich an unterschiedliches Terrain anpasst. Insgesamt handelt es sich um ein High-End-Board.
Obwohl es eher lang ist, lässt es sich leichter manövrieren, als der Radius vermuten lässt, und gleitet sanft in die Kurve. Die Vorspannung unter den Füßen sorgt für klaren Kantengriff, sodass man auch auf unebenem Gelände sicher Druck ausüben kann. In der zweiten Hälfte der Kurve, wenn der Kantengriff nachlässt, lässt sich das Heck leichter bewegen, was die hohe Kontrollierbarkeit unterstreicht. Im Tiefschnee
bietet es hohen Auftrieb, da sich das Oberdeck natürlich anhebt, und der Kurvenausgang ist geschmeidig, was zu hervorragender Manövrierfähigkeit führt.
Obwohl es ein Freestyle-orientiertes Konzept verfolgt, das es so noch nie gab, ist es ein aufstrebendes Modell, das die für Blizzard typische Stabilität und Präzision beibehält.
[Profil des Testers]
Skitage pro Jahr: ca. 30 Tage
Größe: 159 cm / Gewicht: 52 kg
Fahrstil: Freeride (Pulver), Alpin, Basic
Heimatskigebiet: Sapporo Kokusai Ski Resort
Meine Ausrüstung:
Ski: ARMADA/WHITEWALKER 116 (175 cm)
Bindung: MARKER/KINGPIN 13
Skischuhe: ATOMIC/HAWX ULTRA 115W
[Bewertung]
Leicht □□□■□ Schwer (5 Stufen)
Weich □□■□□ Hart (5 Stufen)
Stabilität: ★★★★☆
Manövrierfähigkeit: ★★★★★
Kurvenverhalten: ★★★★☆
Vielseitigkeit: ★★★★★
Auftrieb: ★★★★☆
Verspieltheit: ★★★★★
Nutzer Junichi Wada schien überrascht über die Diskrepanz zwischen Produkt und Markenimage
Ich fahre Freeride und mache sogar Klippensprünge im Hakuba-Backcountry. Für jemanden wie mich macht der „Canvas 108“ den Eindruck eines extrem wendigen und vielseitigen Modells mit großer Bewegungsfreiheit.
Er ließ sich trotz seiner Breite erstaunlich leicht handhaben. Er bietet eine gute Stabilität und scheint für jedes Terrain, jeden Sprung und jede Situation geeignet zu sein. Der „Rustler“ der Marke kommt mit jedem rauen Gelände zurecht, aber der Canvas 108 fühlt sich wie eine weichere Version davon an. Er ist jedoch deutlich einfacher zu handhaben. Er lässt sich leicht drehen und carven. Man kann damit sowohl auf präparierten Pisten als auch abseits davon richtig Spaß haben. Er ist
eine willkommene Abwechslung zu Blizzard, die eher für ihre Steifheit bekannt sind. Der Name „Canvas 108“ bezieht sich darauf, wie kreativ man auf einer Schneeoberfläche sein kann, die einer reinweißen Leinwand gleicht. Er scheint besonders geeignet für All-Mountain-Fahrer und alle, die nur ein Paar Ski besitzen.
[Profil des Testers]
Skitage pro Jahr: ca. 30 Tage
Größe: 170 cm / Gewicht: 60 kg
Fahrstil: Freeride (Pulver, Backcountry)
Selbsteinschätzung des Könnens: Fortgeschritten
Heimatskigebiet: HAKUBA VALLEY, Myoko-Gebiet
Meine Ausrüstung: Ski: ARMADA/WHITEWALKER 121 (183 cm), ATOMIC/MAVERICK 106 Ti (178 cm)
Bindung: MARKER/DUKE PT 16
Skischuhe: ATOMIC/HAWX ULTRA XTD 120
[Bewertung]
Leicht □□■□□ Schwer (5 Stufen)
Weich □□■□□ Hart (5 Stufen)
Stabilität: ★★★☆☆
Manövrierfähigkeit: ★★★★★ Kurvenverhalten
: ★★★★
☆ Vielseitigkeit: ★★★★
☆ Auftrieb: ★★★★☆
Verspieltheit: ★★★☆☆
Was wir aus dem Vergleich gelernt haben
Diese beiden verspielten Ski eignen sich perfekt für alles – von präparierten Pisten bis hin zu Tiefschnee, für Fahrten im Skigebiet und Skitouren im Backcountry. Der HOJI 4-LOCK verfügt über ein durchgehendes Reverse-Camber-Design mit Multi-Radius Rocker für Auftrieb und optimale Dreheigenschaften sowie ein einzigartiges 4-LOCK-System, das ihn selbst für Aufstiege geeignet macht
Das neu erschienene CANVAS 108 hingegen, mit seinem Twin-Tip-Design und der leichten Bauweise, ist klar auf Freestyle-Fahren ausgelegt und ermöglicht dir uneingeschränkte Slashes, Smears und Airs. Welches Board passt am besten zu deinem Fahrstil und deinen Vorlieben?

