Tenran Katsuno und Gavin Rudy, die die Welt gesehen haben, kehren zu ihren Wurzeln in Hokkaido zurück

„Vanishing Scenery“ ist kein typischer moderner Niseko-„JAPOW“-Skifilm.
Er entstand aus den drei Wochen, die Tenran Katsuno, der durch die FWT weltweit in den Bergen unterwegs war, und Gavin Rudy, ein Filmemacher, der Szenen an verschiedenen Orten dokumentiert hat, gemeinsam in Hokkaido verbrachten, wo Tenran geboren und aufgewachsen ist.

Ein Reiter, der die Welt gesehen hat, kehrt zu seinen Wurzeln zurück, und ein Filmemacher, der die Welt gesehen hat, filmt das Land. Das eingefangene Hokkaido ist keine spektakuläre, für den Tourismus präparierte Landschaft. Der Berg Yotei mag unverändert sein, doch das Skifahren ist eine Fortsetzung der Winterspiele der Kindheit

Gavin Rudy hat für Magazine wie Strictly, Level 1 und Browser Magazine bereits vielfältige Skiaufnahmen gemacht – von Tiefschnee über improvisierte Parks bis hin zum Street-Skiing. Dieser Film zeigt also nicht nur Tenrans Freeriding. Er präsentiert seine waghalsigen Sprünge im Backcountry, seine Kreativität und Sessions mit Gavin auf der Straße sowie seine Wurzeln in Hokkaido. Tenran wird so nicht nur als „FWT-Fahrer“, sondern als Skifahrer aus Niseko porträtiert

In Hokkaido sind kindliche Entdeckungslust und Skifahren untrennbar miteinander verbunden. Kinder bauten Sprungschanzen in Parks und an den Hängen hinter Goshiki Onsen, erkundeten die Landschaft und ahmten Skifahrer nach, die Rails hinunterrutschten. Das ursprüngliche Bild vom Skifahren in Tenran ist eine Fortsetzung dieser spielerischen Erfahrung

Kutchan ist keine Stadt mit vielen Bahnanlagen. Genau deshalb sticht die Herangehensweise der Straße hervor, Brückenpfeiler, Dämme und Lawinenschutzwände als Drehorte zu wählen. Weder das Erlebnis auf der Straße noch das bloße Gespür für die Landschaft reichen allein aus. Dieses Video erwacht erst zum Leben, wenn beide Elemente zusammenwirken

Es gibt hier keine riesigen Backcountry-Sprünge wie in Nordamerika und auch keine flächendeckenden, majestätischen Felswände wie in Europa. Trotzdem zeigt der Film neben Klassikern wie dem Nachtpulverschnee von Niseko und fünf aufeinanderfolgenden Pillow-Lines auch Street-Skiing, das in Niseko-Videos bisher eher selten im Fokus stand

Die Idee, Baumklettertechniken mit Drehungen und Saltos zu kombinieren, ist nicht neu. Doch die schiere Kraft und Präzision, mit der sie in Hokkaidos anspruchsvollem Gelände einen doppelten Cork vollführten, ist das absolute Highlight dieses Videos. Eine kleine Gruppe in Niseko hat eine Idee, die man oft in der nordamerikanischen Backcountry-Szene sieht, zum Leben erweckt und erreicht nun auch Menschen in Übersee

Auch wenn das Terrain und die Bedingungen unterschiedlich sind, sprechen sie dieselbe Sprache: Skifahren

Der sanfte japanische Rap und die Breakbeats mit japanischen Elementen in den Nachtszenen waren beeindruckend, da sie sich perfekt mit dem Rhythmus der Dreharbeiten verbanden, die fernab vom Trubel Nisekos inmitten der Natur stattfanden. Tenrans aktueller Drehort, der zwischen Japan und Übersee pendelt, und Kutchan, eine ländliche Gegend mit Kartoffelfeldern, die gleichzeitig ein internationales Touristenziel ist, hatten jeweils ihren eigenen, einzigartigen Charakter, der sich in der Musikauswahl widerspiegelte

Die Landschaft und die Umgebung verändern sich allmählich. „Verschwindende Landschaften“ ist keine Erklärung Hokkaidos für ein Außenstehendes. Es sind zwei Menschen, die die Welt gesehen haben und Niseko mit ihren eigenen Sinnen neu entdecken

Diese Perspektive ist in der vorliegenden Arbeit präsent

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