Im Februar 2026 veröffentlichte Armada Skis ihren 63-minütigen Teamfilm „ORNADA“ auf YouTube.
Der Film, dessen Produktion über zwei Jahre dauerte, integriert nahtlos Aufnahmen vom Freeride-Skifahren in Alaska mit Street- und Park-Sessions in Quebec.
Um das Jahr 2000 erlebte Freeskiing einen rasanten Wandel und breitete sich stark aus. Neue Fahrstile wie Park und Street verbreiteten sich, doch die etablierte Skiindustrie konnte mit diesen Veränderungen nicht Schritt halten.
In diesem Kontext wurde 2002 Armada von dem verstorbenen JP Auclair und Tanner Hall sowie anderen gegründet, um die Techniken des Skateboardens und Snowboardens auf den Skisport zu übertragen.
„Von den Fahrern geschaffen, von den Fahrern angetrieben“ – für Armada war das Team nicht erst später zu Werbezwecken ins Leben gerufen worden, sondern vielmehr der eigentliche Ausgangspunkt der Marke
In diesem Kontext ist die Tatsache, dass „ORNADA“ als über einstündiger Teamfilm veröffentlicht wurde, nicht nur aus Werbegründen bedeutsam. Im Eröffnungssegment sind Gründungsmitglied und „Ski Boss“ Tanner Hall sowie Legenden wie Sammy Carlson, Henrik Harlaut und Phil Casabon und die nächste Generation von Skifahrern wie Kuura Koivisto und Keagan Supple zu sehen. Aus Japan treten Anri Kawamura und der in Hokkaido lebende Skifahrer Yoshiya Urata, auch bekannt als „Bull“, auf
Big Mountain, Street, Park, Powder, Backcountry Jumps – das Team ist als eine Einheit vereint, ohne die Fahrer nach Genre zu trennen
Der Film wird von einem riesigen Wandgemälde des Skigrafik-Künstlers Madsteez und einem eigens für das Projekt komponierten Song der achtköpfigen Band „ORNADA 8“ begleitet. Im Herbst 2025 feierte der Film weltweit Kinopremiere, begleitet von Live-Auftritten der Band.
Phil Casabon, der als Headliner auftrat, führte Co-Regie und schnitt den Film. Ehemalige Armada-Fahrer wie Spencer Milbocker und Brady Perron wirkten an den Dreharbeiten mit. Die Überschneidungen zwischen den Machern und den Skifahrern sprechen Bände über den Teamcharakter dieses Films.
Diese Teammentalität zeigt sich nicht nur in den Werken selbst, sondern auch in den langjährigen Beziehungen. Eine Schlüsselfigur in diesem Netzwerk ist Yoshiya Urata, auch bekannt als „Bull“, der in Hokkaido lebt.
Corey Stanton, Regisseur und Produzent von „ORNADA“, und Reiter Mike Hornbeck besuchen Hokkaido seit etwa 2013 regelmäßig und haben dort Werke wie „SNOWCIETIES Ep. 2: Sapporo“ geschaffen.
Bull ist mehr als nur ein lokaler Skifahrer, der als Guide fungiert. Seine Sprünge sind explosiv und gleichzeitig absolut perfekt, seine Schwünge makellos. Es ist sein Stil und sein Charakter, die Lust aufs Skifahren mit ihm machen – und genau deshalb besteht diese Zusammenarbeit schon so lange.
Sowohl Bull als auch Hornbeck haben Familien und verdienen ihren Lebensunterhalt nicht ausschließlich mit Skifahren. Trotzdem engagieren sie sich weiterhin in Projekten dieser Größenordnung. Mit Tanner Hall, der in seinen Vierzigern ist und den Fahrern mit Familien, die weiterhin im Team aktiv sind, ist dies kein Schaufenster für junge Talente, sondern ein Film, der die Markenkultur widerspiegelt, die sich dem Skisport verpflichtet fühlt.
In einer Zeit, in der kurze Videos konsumiert und vergessen werden, geht es bei der Erstellung eines 63-minütigen Teamfilms
nicht um Nostalgie; es ist ein Akt, der demonstriert, „wofür diese Marke steht“.
Aus der Perspektive von Bull betrachtet, ist es auch keine ferne, groß angelegte Auslandsproduktion für japanische Skifahrer.

